UMWELT
Was passiert, wenn robuste Rinder, Pferde und Wasserbüffel eine Landschaft weitgehend selbst gestalten dürfen?
Im Wild Solutions Park entsteht ein besonderer Lebensraum, der Naturschutz, Forschung und Bildung miteinander verbindet – unterstützt durch Kundinnen und Kunden im MAXENERGY MAX Heimat Tarif.
Ein Naturpark, in dem Veränderung erwünscht ist
Naturschutz bedeutet nicht immer, eine Landschaft möglichst unverändert zu lassen. Manchmal braucht die Natur Bewegung: Tiere grasen, treten Pflanzen nieder, düngen den Boden und schaffen kleine offene Stellen. Auf diese Weise entstehen unterschiedliche Lebensräume direkt nebeneinander.
Genau dieses Prinzip steht im Mittelpunkt des Wild Solutions Parks in Asparn an der Zaya. Das Projekt liegt im Naturpark Leiser Berge in Niederösterreich und zeigt, wie natürliche Prozesse dazu beitragen können, artenreiche und widerstandsfähige Landschaften zu entwickeln.
Können Rinder und Pferde tatsächlich neue Lebensräume schaffen?
Ja. Durch Grasen, Tritt, Ruhen und Suhlen verändern große Pflanzenfresser ihre Umgebung. Dabei entstehen beispielsweise kurz gefressene Bereiche, höhere Vegetationszonen, offene Bodenstellen und kleine Vertiefungen. Davon können unterschiedliche Pflanzen, Insekten und andere Tiere profitieren.
Große Tiere mit großer Wirkung
Über viele Jahrtausende prägten große Pflanzenfresser die europäischen Landschaften. Sie sorgten dafür, dass nicht überall geschlossene Wälder entstanden, sondern ein abwechslungsreiches Mosaik aus offenen Flächen, Gebüschen und unterschiedlich hoher Vegetation erhalten blieb.
Im Wild Solutions Park übernehmen robuste Weidetiere eine ähnliche Aufgabe. Dazu gehören unter anderem Konikpferde, Wasserbüffel und ursprüngliche Rinderrassen wie das Tux-Zillertaler Rind. Die Tiere leben möglichst naturnah und gestalten die Fläche durch ihr alltägliches Verhalten mit.
Dabei geht es nicht darum, ein fertiges Landschaftsbild zu erschaffen. Die Fläche darf sich Schritt für Schritt entwickeln. Pflanzen breiten sich aus, Tiere hinterlassen Spuren und neue Strukturen entstehen.
Von der Ackerfläche zur vielfältigen Landschaft
Das Gelände des Wild Solutions Parks wurde zuvor landwirtschaftlich genutzt. Nun lässt sich beobachten, wie sich eine ehemalige Ackerfläche durch Beweidung und natürliche Prozesse verändert.
Wo Tiere den Boden auflockern, können neue Pflanzen keimen. Ihre Hinterlassenschaften bieten Nahrung und Lebensraum für Insekten. Unterschiedlich stark beweidete Bereiche schaffen wiederum Rückzugsorte für weitere Tierarten.
So entsteht nicht überall dasselbe, sondern eine abwechslungsreiche Landschaft. Genau diese Vielfalt an Strukturen ist eine wichtige Voraussetzung für biologische Vielfalt.

Wasserbüffel gestalten die Landschaft des Wild Solutions Parks
Natur-Quiz: Warum ist ein Kuhfladen wertvoll?
Ist ein Kuhfladen nur Abfall – oder ein kleiner Lebensraum?
Ein Kuhfladen kann zahlreichen Insekten Nahrung und Schutz bieten. Käfer, Fliegen und andere Kleintiere nutzen ihn für ihre Entwicklung. Gleichzeitig gelangen seine Nährstoffe zurück in den Boden und unterstützen den natürlichen Kreislauf.
Natur beobachten, ohne alles zu kontrollieren
Der Wild Solutions Park ist nicht nur ein Naturschutzprojekt, sondern auch ein Freilandlabor. Fachleute beobachten, wie sich Vegetation, Boden und Tierwelt unter dem Einfluss der großen Pflanzenfresser verändern.
Zum Einsatz kommen unter anderem Bodenanalysen, Drohnenaufnahmen, akustische Sensoren und digitale Auswertungsmethoden. So sollen Entwicklungen sichtbar und langfristig nachvollziehbar werden.
Das Besondere daran: Die wissenschaftliche Begleitung soll die natürlichen Abläufe nicht ersetzen. Sie dokumentiert, was geschieht, wenn der Landschaft wieder mehr Raum für ihre eigene Entwicklung gegeben wird.
Ein Lernort für die Zukunft
Der Park verbindet Natur-, Klima- und Artenschutz mit Bildung. Schulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und interessierte Besucher können hier erfahren, welchen Einfluss große Pflanzenfresser auf eine Landschaft haben.
Damit schlägt der Wild Solutions Park auch eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Direkt neben dem MAMUZ Schloss Asparn lässt sich nachvollziehen, wie Menschen und große Tiere Landschaften bereits seit der Urgeschichte beeinflusst haben – und welche Erkenntnisse daraus für den heutigen Naturschutz entstehen können.
Die Weideflächen selbst sind nicht frei zugänglich, damit Tiere und wissenschaftliche Untersuchungen nicht gestört werden. Von ausgewählten Punkten aus lässt sich die Entwicklung jedoch beobachten.
Natur-Quiz: Warum wird nicht einfach überall gemäht?
Kann eine ungleichmäßig abgeweidete Fläche wertvoller sein als eine gleichmäßig gemähte Wiese?
Ja. Unterschiedlich hohe Pflanzen, offene Bodenstellen und unberührte Bereiche bieten verschiedenen Arten passende Bedingungen. Eine gleichmäßig gemähte Fläche besitzt meist deutlich weniger solcher Strukturen.
Was der Wild Solutions Park mit Deinem Tarif zu tun hat
Der Wild Solutions Park zeigt, wie konkrete Biodiversitätsprojekte neue Lebensräume schaffen und natürliche Prozesse fördern können. Solche Maßnahmen stehen auch im Mittelpunkt der Zusammenarbeit zwischen MAXENERGY und „Meine Blumenwiese“, einem Partner des Wild Solutions Parks.
Mit dem MAX Heimat Strom- oder Gastarif unterstützt Du während Deiner Belieferung Projekte zur Förderung der biologischen Vielfalt in Österreich. Dazu können beispielsweise Wildblumenwiesen, naturnahe Landwirtschaft, das Monitoring von Tier- und Pflanzenarten oder weitere Maßnahmen zum Schutz von Natur und Ökosystemen gehören. Beim Stromtarif erhältst Du zudem 100 Prozent Ökoenergie.
So wird aus Deiner Energieversorgung ein Beitrag zu Projekten, die zeigen, wie Artenschutz praktisch umgesetzt werden kann.
Lösungen für morgen können aus der Vergangenheit kommen
Der Wild Solutions Park verfolgt einen ungewöhnlichen Ansatz: Nicht Maschinen sollen die Landschaft bis ins Detail gestalten, sondern Tiere und natürliche Kreisläufe.
Das Projekt macht sichtbar, dass Naturschutz nicht nur aus einzelnen Maßnahmen besteht. Boden, Pflanzen, Weidetiere, Insekten und Menschen wirken zusammen. Je besser wir diese Zusammenhänge verstehen, desto gezielter können wir lebendige und widerstandsfähige Landschaften fördern.
Mit Deinem MAX Heimat Tarif unterstützt Du Projekte für mehr Artenvielfalt und hilfst dabei, wertvolle Lebensräume langfristig zu erhalten.
Entdecke den MAX Heimat Tarif und unterstütze die Vielfalt der Natur!
Hast Du schon einmal selbst diese Weidetiere beobachtet? Teile Deine Gedanken ganz einfach mit uns und wir lassen die gesamte Community daran teilhaben!
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